Verfasst am: 16.01.2006 17:21 Titel: Auf den Yuppie folgt der Yindie
Ich habe ja nach dem Gesellschaftsforum gesucht, da es das hier scheinbar nicht gibt, habe ich es einfach in die Politik getan, da imo Gesellschaft und Politik schon fast zusammengehört.
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Auf den Yuppie folgt der Yindie
London - Ziemlich genau 25 Jahre, nachdem in England und den USA die ersten Young Urban Professionals ausgemacht wurden, haben die allgegenwärtigen Zeitgeist-Experten deren Nachfolger entdeckt. (Christoph Sator, dpa/sda)
Ebenfalls jung, berufstätig und Grossstädter. Aber im Unterschied zu den Vorgängern aus den 80er Jahren darauf bedacht, nicht so viel Wert auf Konsum zu legen, etwas Besonderes zu sein und unabhängig zu bleiben. Eine Mischung aus Yuppie und Independent also - ein Yindie.
Die Vertreter der neuen Generation sind am längsten schon in Metropolen wie London oder New York zu sehen.
Zwischen 20 und 35 Jahre alt, besonders häufig im Coffee-Shop anzutreffen, vor sich einen Caffe Latte (oder neuerdings die Tee-Variante Chai Latte) sowie einen Computer mit drahtlosem Internet-Zugang.
Als prominentestes Yindie-Paar gelten die US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow und der Sänger der britischen Band Coldplay, Chris Martin, die zusammen in London leben.
Statussymbole
Wichtigstes Statussymbol für die neue Sozio-Gruppe ist ein tragbarer MP3-Player, der iPod mit seinen weissen Ohrstöpseln.
Auch der Yindie trägt Jeans - allerdings nicht jede Marke. Der Wunsch, sich zu unterscheiden, sorgt dafür, das die grossen Hersteller tabu sind.
Gefragt sind Marken wie «Urban Outfitters», deren Namen nicht alle kennen. «Der Yindie definiert sich nicht nur über das, was er besitzt. Sondern mindestens genau so sehr über das, was er auf keinen Fall haben will», sagen Trend-Experten wie der Journalist Ed Caesar von der Londoner Tageszeitung «Independent».
Google-Dauernutzer
Zu den Erkennungsmerkmalen, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind, gehört die Dauernutzung der Internet-Suchmaschine Google.
Dabei sucht der Yindie, so spottet der «Independent», mindestens fünf Mal täglich nach Treffern für den eigenen Namen.
Das ständige Streben nach Individualität kann nach Meinung der Experten allerdings auch zum Gegenteil führen. «Wer stets bemüht ist, den Herdentrieb zu vermeiden, wird auf eine eigene Weise selbst zum Mainstream - fad und farblos», warnt Caesar.
Wo der Yindie in den vergangenen Monaten zum ersten Mal auftauchte, weiss keiner so genau. Beim Vorgänger ist das bis heute nicht genau zu klären - entweder im 80er-Jahre-England der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher oder zur gleichen Zeit in den USA.
Yuppie, Yindie, Dinkie und Co.
Erstmals benutzt wurde die Bezeichnung vermutlich von der Zeitung «Chicago Tribune» im Mai 1981. Mit dem Hollywood-Erfolg «Wall Street» wurde sie dann weltweit bekannt. Und wenn sich auch keiner gerne als Yuppie vorführen lassen wollte, hat sich der Begriff bis heute gehalten.
Im Lauf der Jahre entstanden auch schon mehrere Varianten. Dinkies (Double Income No Kids) zum Beispiel, kinderlose Doppelverdiener, oder Guppies (Gay Yuppie) beziehungsweise Buppies (Black Yuppie) - schwule Yuppies oder Yuppies mit schwarzer Hautfarbe.
Oder auch Yuffies (Young Urban Failure) - Yuppies, die in der Karriere bereits gescheitert sind. Wie weit es der Yindie als neueste Sprachschöpfung bringen wird, das ist noch offen.
Quelle: news.ch
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Soweit die theorie. Mich würde mal intressieren, wie ihr euch so bezeichnen würdet
Also ich würde mir den bhokape geben. Breiter Horizont, kaum Perspektive _________________ The pain that we cause is the cause of our pain
and it's strange and we're lost to the laws of the game
called cause and effect.
danke sra, sehr interessanter Bericht den du da gefunden hast. Hab ihn mit großem Interesse gelesen. Denke mal diese neue "Spezies" Yindie ist eher dem Zeitgeist entsprechend. Der Yuppie war irgendwie ein..., naja aufgetakeltes Arschloch. Hingegen ist die beschreibung des Yindies etwas erträglicher. Mit dem Ipod unterscheidet er sich nicht sonderlich von uns normalsterbliche . Ne muss ehrlich gestehen diese Gattung find ich weit erträglicher. Ein Beispiel die yuppies der 90 haben sich als fahrbaren Untersatz meist einen hässlichen Saab als Statussymbol zugelegt. Der Wagen war definitif hässlich, trotzdem holte sich jeder Arsch so ein fürchterliches Gefährt. Herdentrieb, keine eigene Meinung. Bei uns in Münschen/Schwabing - Uni- und Möchtegernkünstlerviertel, war es besonders schlimm diesen Sommer, alle Yuppies mussten auf Teufel komm raus diese abartigen gepimpten Fahräder präsentieren.
Was denkt ihr den so über Leute die durch materielle Statussymbole auffallen wollen nur um zu denken, daß sie dazugehören (Uperclass)?
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